Wir bleiben natürlich auf ewig Fans des originalen Kino-Erlebnisses und stellen uns trotz all diesen Streaming-Anbietern unsere Lieblingsfilme weiterhin in schicken Boxen in die Sammlung. Aber es sind gerade ungewöhnliche Zeiten, die ungewöhnliche Lösungen erfordern. Ein besonders gelungenes Beispiel startet am 29. Mai: das "We Are One"-Filmfestival. Bis zum 7. Juni laufen auf diesem YouTube-Channel über 100 Spiel-, Dokumentar-, Animations- und Kurzfilme sowie Filmgespräche – darunter sind 13 Weltpremieren, 31 Online-Premieren und fünf internationale Online-Premieren. Die Streams sind kostenlos, alle Werbeeinnahmen und Spenden gehen an einen Fund zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie.
Kuratiert wurde das Programm von 21 renommierten Filmfestivals u. a. Cannes, Venedig, London, Toronto, Mumbai, Sarajevo, Tokyo, Sundance, Jerusalem und New York. Auch die Berlinale ist dabei und schickt zwei der "Transmissions"-Gespräche aus dem diesjährigen Jubiläumsprogramm sowie Ulrike Ottingers Neuer-Deutscher-Film-Klassiker Bildnis einer Trinkerin (Foto) von 1979 ins Rennen. Initiiert wurde das "We Are One" von den Machern des Tribeca Filmfestivals. Jane Rosenthal, Co-Gründerin des Tribeca meint: "Gemeinsam haben wir ein faszinierendes Programm kuratiert, das die feinen Unterschiede, die die Eigenarten jedes dieser Festivals ausmachen, reflektiert."
Das komplette Programm kann man auf www.weareoneglobalfestival.com durchstöbern. Die Filme laufen zu festen Zeiten. Während auf der Festival-Website die Zeiten der amerikanischen Ostküste angezeigt werden, gibt's die deutschen Spielzeiten auf der YouTube-Seite bei den entsprechenden Filmen. Hierzulande startet das Programm am Freitag um 13.04 Uhr mit drei animierten Kurzfilmen – handverlesen vom Annecy International Animated Film Festival.